Liebend, glücklich und doch verunsichert

16 Okt

Er lächelt sie an: Liebevoll, ehrlich, warmherzig. Sie lächelt zurück: Liebend, glücklich und doch verunsichert.

Er macht ihr Komplimente: Liebevoll, ehrlich, warmherzig. Sie nickt lächelnd: Liebend, glücklich und doch verunsichert.

Er zieht sie mit seinen Blicken aus: Liebevoll, ehrlich, warmherzig. Sie fühlt sich von ihm angezogen: Liebend, glücklich und doch verunsichert.

Er zeigt ihr seine Liebe, spricht sie laut aus: Liebevoll, ehrlich, warmherzig aber vor allem aufrichtig. Sie erwidert seine Liebe: Aufrichtig liebend, glücklich und doch verunsichert.

Obwohl er für sie das größte Geschenk auf Erden ist, sie sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kann und diese Liebe, die so tief geht und sie emotional so stark berührt, wie noch nie ein Gefühl zuvor, für sie mehr als nur Glück bedeutet – trotzdem ist sie verunsichert! Denn sie kann sich nicht mehr lieben, hat ihren Stolz verloren und sexy fühlt sie sich schon lange nicht mehr. Die Angst zu versagen, nicht die Frau sein zu können, die er verdient, ihn zu verlieren und mit ihm diese Liebe und Wärme – diese Angst lähmt sie zutiefst, lässt sie ihre Mauern hochziehen um schlussendlich an diesen zu zerbrechen.

Tränenüberströmt steht sie nackt vor dem Spiegel, betracht ihren Körper, versucht durch ihn hindurch ihre Seele zu erblicken, doch sieht sie nur durch einen Schleier, welche ihre Schönheit verbirgt.

„Wenn ich mich nicht selbst lieben kann, wer soll es dann können?“, flüstert sie ihrem alten Ego zu.

Memo an mich selbst

22 Jan
  • Der Schlüssel, für mich, zum Glücklichsein ist die bedingungslose Liebe mir selbst gegenüber. Nur wenn ich nicht mit mir selbst in Konflikt stehe kann ich meine Ziele verwirklichen und glücklich sein.
  • Es ist wichtig seine Bedürfnisse und Wünsche klar zu definieren und auszusprechen. Dadurch haben andere die Möglichkeit Bedingungen zu schaffen, die es mir ermöglichen ich selbst zu bleiben.
  • Ich darf meine Ziele nicht aus den Augen verlieren und muss mich an meine Beweggründe für diese Ziele erinnern.
  • Ich muss zu mir selbst stehen und ebenso hinter meinen Entscheidungen. Meine Persönlichkeit ist das, was mich ausmacht. ich bin keine starke Frau, dafür habe ich Fähigkeiten und Eigenschaften, die mich zu einer liebenswerten Frau machen. Hierfür muss ich auch zu meiner sensiblen Seite stehen und diese öfters reflektieren, da sie mein innerstes Wohlbefinden wiederspiegelt und meine Persönlichkeit prägt.
  • Jemanden zu lieben ist legitim, jedoch muss man diese Person gehen lassen, wenn sie die selben Gefühle nicht zurück geben kann. Jemanden loszulassen muss nicht zwangsweise bedeuten aufhören müssen zu lieben.
  • Ich bin nicht alleine! Und wenn niemand da ist, so habe ich mich!

(In einem Café in Amsterdam 2013)

Ketten

25 Okt

Sie liegt in Ketten; Ketten, die sie fest umschlingen, sich mit jedem Atemzug fester ziehen; Ketten, die ihr fast den Atem rauben, die es ihrem Herz schwer machen weiterzuschlagen; Ketten, die sie einengen, den Raum zum Leben nehmen; Ketten, die so schwer sind, dass sie sich nicht mehr bewegen kann.

Diese Ketten beleiten sie schon länger; erst waren es nur ein paar Glieder; doch mit der Zeit verlängerte sich die Kette, umschling sie mehr und mehr, wurde schwerer und schwerer; aus einer Kette wurden viele und mittlwerweile kann sie sich unter der Last der Ketten nicht mehr rühren, sitzt erstarrt in einer Ecke und sie beginnt zu weinen.

Während ihre Tränen auf ihre Ketten fallen, bildet sich unter den Tränen Rost; sie weint bitterlich, weint um all die vergangenen Zeiten, verlorenen Lieben, erlischten Freundschaften, große Verluste und während sie weint, spürt sie, wie sie leichter wird, wie ihr der Druck von der Brust genommen wird, wie sie Stück für Stück freier atmen kann.

Sie atmet tief ein, sprengt die Ketten, atmet aus, atmet erneut ein und spürt das Leben, welches durch ihren Körper strömt, sie von innen wärmt, sie mit neuer Energie durchflutet. Vor ihren Füßen die zerbrochenen Glieder der Ketten; Ketten der Vergangenheit.