Ketten

25 Okt

Sie liegt in Ketten; Ketten, die sie fest umschlingen, sich mit jedem Atemzug fester ziehen; Ketten, die ihr fast den Atem rauben, die es ihrem Herz schwer machen weiterzuschlagen; Ketten, die sie einengen, den Raum zum Leben nehmen; Ketten, die so schwer sind, dass sie sich nicht mehr bewegen kann.

Diese Ketten beleiten sie schon länger; erst waren es nur ein paar Glieder; doch mit der Zeit verlängerte sich die Kette, umschling sie mehr und mehr, wurde schwerer und schwerer; aus einer Kette wurden viele und mittlwerweile kann sie sich unter der Last der Ketten nicht mehr rühren, sitzt erstarrt in einer Ecke und sie beginnt zu weinen.

Während ihre Tränen auf ihre Ketten fallen, bildet sich unter den Tränen Rost; sie weint bitterlich, weint um all die vergangenen Zeiten, verlorenen Lieben, erlischten Freundschaften, große Verluste und während sie weint, spürt sie, wie sie leichter wird, wie ihr der Druck von der Brust genommen wird, wie sie Stück für Stück freier atmen kann.

Sie atmet tief ein, sprengt die Ketten, atmet aus, atmet erneut ein und spürt das Leben, welches durch ihren Körper strömt, sie von innen wärmt, sie mit neuer Energie durchflutet. Vor ihren Füßen die zerbrochenen Glieder der Ketten; Ketten der Vergangenheit.

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